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Tauchen in der Region um Dubrovnik - Das Wrack der "S-57"
Das Wrack des deutschen Torpedo-Schnellboots S-57Eine geschichtlich hochinteressante Tauchlokalität findet man direkt an der Peljesac-Küste in mittlerer Wassertiefe und in einem exzellent zugänglichen Terrain. Hier liegt eines der attraktivsten Wracks der gesamten Adria, das Deutsche Torpedo-Schnellboot S-57, das bei einer Rettungsaktion im August 1944 sank. Das Boot war seiner Zeit um Jahre voraus und eines der modernsten überhaupt. Es war trotz seiner starken Konstruktion erstaunlich schnell, wendig und gut bewaffnet. Einen Tag vor dem Unglück attackierten britische Torpedoboote einen Konvoi der Deutschen Kriegsmarine in einer als "Hammer" bezeichneten Aktion und versenkten die beiden Schiffe "Vega" und "Dora", die von Ploce nach Dubrovnik unterwegs waren, um Waffen und medizinisches Material zu liefern. Auch verschiedene Landungsboote, die den Konvoi begleiteten, wurden vernichtet und liegen heute kieloben nahe des Küstengürtels im seichten Wasser. Auch der deutsche Öltanker "Helga" gehörte zum Konvoi, konnte sich nach dem Angriff aber beschädigt nach Korcula retten und den Angriff nach Dubrovnik melden. Tags darauf fuhren fünf Torpedoboote der Deutschen Kriegsmarine in Mokosica los, um nach Überlebenden zu suchen - darunter die "S-57". Bei einem erneuten Angriff von britischen Schiffen wurde die "S-57" manövrierunfähig geschossen und schwer beschädigt. Bei dem Angriff wurden auch zwei Marinesoldaten getötet und neun verletzt. Versuche, absichtlich an der Küste auf Grund zu laufen, scheiterten, sodass sich der Kommandant entschloss, die "S-57" zu sprengen und mit der Mannschaft an die Küste zu fliehen, um nicht in britische Gefangenschaft zu geraten. Direkt vor der Peljesac-Küste wurde ein Sprengsatz an Bord gezündet und das Torpedoboot versenkt. Das Wrack liegt heute in einer angenehmen Tiefe von 20 bis 37 Metern und im Großteil der Fälle herrscht um das Wrack herum sehr gute Sicht in dem klaren Adriawasser. Bei der Besichtigung der "S-57" fällt besonders das zweirohrige Flugabwehrgeschütz auf, das auf dem Heck des Schiffes installiert ist. Obwohl die Versenkung der "S-57" bereits über 60 Jahre zurückliegt, lässt sich das Geschütz noch in seinen Lagern bewegen. Möglicherweise befinden sich sogar noch Geschosse in den Rohren der Kanone. Sichtbare Munition befindet sich außerdem in Halterungen an dem Geschütz. Auf Deck kann man auch zwei Torpedos erkennen, ebenso wie in den beiden Torpedorohren am Heck der "S-57". Das Gebiet um das Wrack ist heute zusätzlich ein beliebter Lebensraum für verschiedene Meeresbewohner geworden. So findet man hier Große Drachenköpfe, Braune Zackenbarsche, Meeraale und viele Fischschwärme. Durch das klare Wasser lassen sich hier fantastische Unterwasseraufnahme von den Tieren und der "S-57" machen. Unweit der "S-57" findet man auch noch das Wrack der "Boka", die seinerzeit dort auf Grund gelaufen ist. |