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Tauchen an der Riviera Split - Die Wracks der "Brioni"
und "Ursus"
Die Wracks der "Brioni" und "Ursus" bei VisAn der südöstlichen Küste von Vis findet man das Wrack des Passagier- und Frachtdampfers Brioni, dessen Geschichte bis heute nicht genau bekannt ist. Vermutlich wurde es bei schlechtem Wetter von starkem Seegang gegen die Küste der Insel Ravnik getrieben. Es versank und liegt heute in einer relativ großen Tiefe von 50 bis 60 Metern, weshalb es nur für Taucher zugänglich ist, die das Tauchen mit Gasgemischen beherrschen. Diese werden dann aber mit fantastischen Eindrücken belohnt. Das Wrack, das auf der linken Seite liegt, ist über und über mit gelben Schwämmen bewachsen und erstaunlich gut erhalten. Es dient vielen Meeresbewohnern als Lebensraum und ist ein äußerst beliebtes Motiv für Unterwasseraufnahmen. Im Kanonenfeuer des britischen Unterseebootes und Minenlegers "Rorqual" wurde im Jahre 1941, bereits am Anfang des zweiten Weltkrieges im ersten Seegefecht in der Adria, der Schlepper "Ursus" schwer getroffen und versank. Die "Ursus" war auf der Mission unterwegs, den schwimmenden Kanonenponton "GM 239" von Zadar aus an die albanische Küste zu schleppen, wo eine Verteidigungslinie für die Straße von Otranto errichtet werden sollte. Zwischenstation sollte im italienischen Hafen Brindisi gemacht werden. Der Beschuss der "Rorqual" setzte den Schlepper in Brand und er wurde vom Ponton abgetrennt. An einer Unterwasserwand sank die "Ursus" schließlich hinab zum Sandgrund und bohrte sich mit dem Bug in den weichen Boden, wo das Schiff noch heute steckt. Ein eintreffendes Wasserflugzeug konnte das britische Unterseeboot zum Abzug zwingen, ein aufkommendes heftiges Unwetter machte aber eine Rettung der Ponton-Mannschaft und der Überlebenden der „Ursus“ zunächst unmöglich. An Bord des Pontons trieben die Marinesoldaten über Nacht bis zur Küste der Insel Hvar, von wo aus der Ponton zum Hafen von Hvar geschleppt werden und die Mannschaft wieder festen Boden betreten konnte. |